Danke, Felix!

 

Lieber Felix

Im Jahr 2006 bist Du direkt als Co-Präsident in den Vorstand der Nordwestschweizer Biobauern gewählt worden. Danach hast Du den Verein zuerst zusammen mit Rolf Schaffner, ab dem Herbst 2010 dann alleine geführt.

Als ich so die alten Protokolle durchgesehen habe, wurde mir klar, dass Du bei diesem Verein grosses Entwicklungspotential gesehen hast: Mit nur einer Frau im Vorstand und diesem alten Logo. Bereits kurze Zeit später gab es einen geschlechtsneutralen Vereinsnamen mit dazugehörigem Logo und der Frauenanteil im Vorstand ist inzwischen über 50%. Ich erinnere mich gut, dass Du dies an Delegiertenversammlungen gerne herausgestrichen hast und Präsidenten anderer Mitgliederorganisationen regelrecht neidisch geworden sind.

Bei der Überarbeitung des Logos ist allen auch bewusst geworden, dass wir Solothurner von den Baslern in Bezug auf das Wappen noch einiges lernen mussten. Was kommt zuerst, Stadt oder Land? Es spielt durchaus eine Rolle, in welcher Reihenfolge die Bischofsstäbe stehen…

Die zweite Logoänderung mit der Schweizer Knospe war dann einfacher und von der Bio Suisse her klar gegeben.

Dir waren die Anliegen der Mitglieder immer wichtig und Du hast sie mit grossem Engagement und, wie Du selber in einem Jahresbericht erwähnt hast, mitunter auch kämpferisch an den Delegiertenversammlungen vertreten.

Wenn es Schwierigkeiten gab, bist Du Ihnen mit dem Motto „nicht gleich aufgeben, Lehren ziehen, und vor allem weiter machen“ begegnet. So sind die an Bedeutung verlorenen Betriebsbesichtigungen und Abendveranstaltungen wieder aufgelebt und zu einem wichtigen Bestandteil unseres Vereinslebens geworden.

Im Vorstand hast Du ein sehr kollegiales Verhältnis gefördert und wenn die Wege auch nicht immer gleich waren, so hast Du die gemeinsamen Interessen und Ziele herausgestrichen.

Persönlich hast Du in dieser Zeit auch einige Veränderungen erlebt. Vom Berghof in Rohr hast Du an den Buechehof gewechselt und hast neben der sozialtherapeutischen Arbeit auch noch Dein politisches Engagement ausgebaut. Mit einem Kantonsrat als Präsidenten sind wir dann auch politisch auf dem Laufenden geblieben; einerseits an den Vorstandssitzungen, andererseits in interessanten und ausführlichen Jahresberichten.

Dass Du im Kantonsrat auch viele Sitzungserfahrung gesammelt hast, haben wir in den Vorstandssitzungen an der abnehmenden Sitzungsdauer festgestellt. Auch an unserer letzten Sitzung im Januar hast Du gezeigt, dass man lange Traktandenlisten effizient und rasch abarbeiten kann.

Wir danken Dir ganz herzlich für diese letzten elf Jahre, die Du sehr engagiert in die Entwicklung unseres Vereins investiert hast und wünschen Dir für die Zukunft neue Herausforderungen und Erfolge.

Wie wir Dich kennen, werden wir sicher noch einiges von Dir hören und Dich wie gewohnt sympathisch lächelnd von Plakatwänden oder an unseren Anlässen sehen.

Im Namen des Vorstandes Bio NWCH
Esther Zeltner

Danke, Herbert!

 

 

Während 20 Jahren hast Du als OK-Chef an der jeweils 10-tägigen Herbstmesse in Solothurn grosse Öffentlichkeitsarbeit für den Biolandbau geleistet. Die Biobauern gehören verlässlich zum Programm der grossen Messe und vielen Besuchern ist das Biobeizli, der Streichelzoo, die grosse Knospe an der Schanzenmauer bekannt.

Du betonst, dass Du dieses Engagement nicht alleine leisten konntest. Dass Du aber der Motor warst, ist nicht abzustreiten. Drei sich ablösende Messe-OK’s hast Du während den 20 Jahren kennen gelernt. Du hast Dich für den Platz im Schanzengraben, für die Ausstellungsideen, für die Werbung mit der Knospe und für die Finanzen eingesetzt und so jedes Jahr eine tolle Plattform für die Biobäuerinnen und Biobauern geschaffen.

Du schätzt es sehr, dass ein junges Team unter der Leitung von Niklaus Müller den Heso-Auftritt weiterführt. Junge Leute, neue Ideen. Ein frischer Wind wird ab diesem Jahr durch den Solothurner Schanzengraben wehen. Die jungen Leute können auf solide Grundlagen aufbauen und das Wissen „der Alten“ anzapfen, wenn sie wollen 😉

Apropos frischer Wind: Herbert, Du hast uns an der GV aus den 20 Jahren Einiges erzählt. Wir haben erfahren, welcher Wind Dich und Deine KollegInnen an die Heso geblasen hat. Gerne fasse ich die Biobauern-Heso-Geschichte aus Deiner Sicht zusammen.

„Für mich geht eine spannende Zeit zu Ende. Während dieser 20 Jahre war ich auf ein verlässliches OK-Team und viele Helfer angewiesen. Familie Riggenbach war für mich der wichtigste Partner. Ohne Martin und seine Familie, die in Solothurn selber wohnen und bauern, wäre dieses Unterfangen wohl nicht möglich gewesen.

Es war eine Initiative der Solothurner Biobauern, im Jahr 1996 einen Schritt in die Öffentlichkeit zu tun. Martin (Präsident) und ich haben bei der Heso um einen Standplatz angefragt. Zusammen mit Bolligers haben wir Süssmost gepresst und den Besuchern den Most zusammen mit der Bio-Werbung „eingeflösst“. Mit einem Budget von Fr. 6‘000.—und sechs Helfern haben wir die 10 Tage über die Bühne gebracht.

Daraufhin wurden wir vom Haupt-OK angefragt, ob wir die Sonderschau bestreiten wollten. Bio Suisse hat erstmals mit einem Betrag von Fr. 150‘000.—Hand geboten. Ein Zirkuszelt wurde aufgestellt. Dabei waren viele Tiere vom Hof und ein Brotbackofen mitten im Zelt. Frisches Brot, die Tiere, die ganze (von einem teuren Profi gestaltete) Ausstellung war ein voller Erfolg. Daraufhin wünschte das Heso-OK, dass die Biobauern fortan den Streichelzoo anboten. Neben den obligaten Geissli, Kälbli und Säuli waren auch immer spezielle Tiere auf dem Biobauern-Gelände. Passend zum Thema Kartoffeln waren es mal Alpakas. Die Bauern haben aber auch mit Exoten wie Wasserbüffel und Kamel auf sich aufmerksam gemacht. Das Ausstellungsteam um Eva und Rosmarie haben den Auftritt Jahr für Jahr zu etwas Speziellem werden lassen. Durch den Einzug des Säulirennens im Jahr 2013 wurde der Platz für uns kleiner und das grosse Tiergehege fiel weg. Ob dies ein Nachteil ist, bleibt dahingestellt. Zum einen war ein von Bio-Suisse gesponsertes Rennsäuli am Start, zum anderen fanden sich immer sehr viele Messebesucher bei uns ein um die Rennen zu schauen und evtl. uns zu beachten.

Für mich war es all die Jahre wichtig, dass es nie Streit gab und das OK gut zusammenarbeiten konnte. Oft ging es ohne viele Worte, man arbeitete sich in die Hand. An der Messe selber waren dann jeweils 10 HelferInnen pro Tag gefragt. 10 Tage à 10 Personen mal 20 Jahre. Man rechne mal! Ohne diese zahlreichen Helfereinsätze wäre das Ganze nicht möglich gewesen. Deshalb danke ich an dieser Stelle auch nochmals allen Beteiligten. Mich freut es sehr, dass jetzt ein motiviertes, junges Team am Start ist. Mit gutem Gewissen kann ich mich jetzt zurückziehen.“

Im Anschluss an den wohlverdienten Applaus sinniert Felix Lang über das Wirken von Dir, Herbert:

„Die Stärke von Dir, Herbert, ist es offensichtlich, Ideen zu initiieren und umzusetzen. Auf Deinem Betrieb bist Du schon erfolgreiche Wege gegangen, als Beispiel diene hier die Eröffnung des Maishotels in den Sommermonaten.

Für den Vorstand von Bio NWCH war das Flaggschiff „Biobauern an der Heso“ ein sehr angenehmes Projekt. Wir hatten damit praktisch nichts zu tun, denn das Heso-OK hat absolut souverän und autonom gewirkt. Ein Vorstandsmitglied hatte einen Draht zum Heso-OK, der Helferaufruf ist über unseren Versand gelaufen und damit war unsere Aufgabe erfüllt. Man darf sich allen Ernstes fragen, ob Herbert nicht der wichtigere Präsident von Bio NWCH war? Mit natürlicher Ruhe, Gelassenheit und einer gesunden Portion Selbstbewusstsein hat Herbert einiges angepackt und zum Erfolg geführt. Die Zusammenarbeit mit Dir war immer sehr angenehm.

Dafür danken wir Dir nochmals ganz herzlich und wünschen Dir für die Zukunft alles Gute.“

Mit einer Standing Ovation wird Herbert von der Versammlung geehrt.

Im Namen des Vorstandes Bio NWCH und Felix Lang
Marianne Jaggi

Danke, Eva! Danke, Rosmarie!

 

 

 

Die Heso hat Euch beide all die Jahre mit folgender Frage herausgefordert: „Wie präsentieren wir Biobäuerinnen und Biobauern uns an der 10-tägigen Messe um viele KonsumentInnen auf uns aufmerksam zu machen?“ Ihr habt diese Aufgabe jeweils sehr attraktiv und mit viel Kreativität umge-setzt.

Für diese grossartige Leistung danken wir Euch beiden ganz herzlich.

Ausstellungsthemen finden, Ideen entwickeln, recherchieren, an alle Sinne denken. Emotional, überraschend, originell und anders als gewohnt ein Thema angehen, das war Eure Stärke. Der Blick in den Schanzengraben war jedes Jahr eine Augenweide. Mit Herz, Kopf und Hand habt Ihr Euch lustvoll ans Werk gemacht. Die Ansprüche an Euch, an die Dekoration und die intelligente Umsetzung des gewählten Themas habt Ihr Jahr für Jahr höher geschraubt. Der Auftritt der Biobauern im Schanzengraben war immer ein reizvoller Kontrapunkt zum ganzen Heso-Kommerz-Rummel.

1999 hat Eva die Sonderschau der Solothurner Biobauern mitgestaltet. Fortan war sie für die Dekoration zuständig. Bis 2005 waren der Streichelzoo und das Beizli die Hauptpfeiler des Bio-Auftritts, schon bald kam ein Märlizelt dazu. 2005 wurde die Ausstellung erstmals unter ein Thema gestellt. Eine mobile Schaukäserei lockte viele Interessierte an, so auch Rosmarie. Rosmarie war begeistert vom Engagement der Biobauern und regte an, dass man doch einen Wettbewerb machen könnte. Eva engagierte Rosmarie für s’Ausstellungs- und Dekoteam. Im Team erarbeiteten die beiden Jahr für Jahr die Ausstellung. Evas Aufgaben waren die Grundideen aushecken, Beziehungen für die Organisation des Materials spielen lassen, am PC den Inhalt und das Layout unzähliger Forex-Platten, Wandbehänge und Poster erarbeiten, die technischen Ausführungen vor Ort leiten. Später kümmerte sich Eva auch um die Heso-Homepage. Rosmarie hingegen liebte die „Recherche im Feld“. Sie besuchte viele Höfe und portraitierte die Bäuerinnen und Bauern, sie kümmerte sich um die Pressearbeit und hat unzählige Artikel und Pressemitteilungen verfasst. Während der Heso bewirtschaftete Rosmarie die Pinwand im Biobeizli mit den aktuellsten Bio-Artikeln. Und dann war da noch der Wettbewerb, Rosmaries Kind.

Grundsätzlich waren die beiden ja nur so lange dabei (Eva 18 Jahre, Rosmarie 10 Jahre), weil die Unterstützung der anderen OK-Kollegen vom Bau, vom Beizli und vom Streichelzoo so gut geklappt hat. Beide erinnern sich gerne an verschiedene Highlights. Da wurden zum Thema „Kartoffeln“ Alpakas medienwirksam über die Wengibrücke aufs Ausstellungsgelände geführt. Wasserbüffel, Rinder, und auch Kamele waren echte Hingucker im Schanzengraben. Passend zu den Ausstellungsthemen wurden riesige Hühner oder Maulwürfe aus Pappmaché hergestellt. Mehr als einmal konnte man durch eine Erdhöhle spazieren. Ein Getreidefeld mit Traktor und Striegel im Schanzengraben? Kein Problem. Die Gerstensetzlinge wurden in Töpfchen angezogen und gesetzt. Eine Wildhecke oder ein Stadtgarten? Auch dies wurde durch Eva und Rosmarie hingezaubert. Oft war viel Hintergrunds Arbeit den Sommer hindurch gefragt, um ein Thema mit fundiertem Wissen und konzentrierten Aussagen darzustellen, wir denken dabei z.B. an das Thema „Bienen – Wildbienen“.

2014 hat sich Rosmarie aus dem Ausstellungsteam zurückgezogen. Eva hat mich für die Mitarbeit angefragt. Nach zwei Ausstellungen kann ich deshalb aus eigener Erfahrung sagen, was die beiden über so lange Zeit geleistet haben. Es waren einige Stunden…

Was hat die beiden Frauen all die Jahre angetrieben? Ich denke, es war die Freude daran, ein Projekt zu verfolgen, etwas Interessantem auf den Grund zu gehen, die Neugierde, der Spass an der Umsetzung und das beschwingte Gefühl, wenn zu Messebeginn alles steht und ab und zu ein Kompliment ankommt.

Jedes Kompliment steht für eine Blume. Über 18 Jahre kommen einige Blumen zusammen. Wir arrangieren sie liebevoll und verabschieden Euch ganz herzlich mit einem riesigen bunten Blumenstrauss.

Im Namen des Vorstandes Bio NWCH
Marianne Jaggi


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