Kräuteranbau

Im Kanton Baselland wird ein Bio-Kräuteranbau-Projekt gestartet. Das Projekt wird vom Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain (LZE) unterstützt und gefördert.

Der Anbau von Kräutern ist vor allem auch für kleinere Betriebe interessant, da auf wenig Fläche eine hohe Wertschöpfung erreicht werden kann. Die Marktchancen für Bio-Kräuter sind gut. Fünf Betriebe haben bereits ihr Interesse angemeldet.

Im Frühjahr 2016 soll mit dem Kräuteranbau begonnen werden. Wer in der Hügelzone oder im Berggebiet liegt und noch Interesse hat, soll sich sobald als möglich mit Hannes Gass in Verbindung setzen:

Hannes Gass, Rötiweg 1, 4494 Oltingen, Tel. 061 991 09 38, hsgass@bluewin.ch


Pro Vieh

Pro Vieh ist eine gemeinsame Initiative von Bio Suisse, dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), der kantonalen Bioberatung und den regionalen Mitgliederorganisationen.

Bisher haben sich schweizweit über 600 Bauern an Pro-Vieh-Veranstaltungen ausgetauscht. Für das Winterhalbjahr 2015/16 sind rund 30 weitere Veranstaltungen geplant.

Aus den Stallvisiten entstehen laufend neue Arbeitskreise. Aktuell startet das Projekt auch im Kanton Baselland.

In den Arbeitskreisen treffen sich die Teilnehmer zum Erfahrungsaustausch unter Berufskollegen. Diese werden von geschulten Biobäuerinnen und Biobauern geleitet und vertiefen ein spezielles Thema. Der Wissensaustausch von Bauer zu Bauer sowie mit der Beratung, Forschung und Praxis steht im Zentrum. „Standortgerechte Zucht“ ist das Thema der Baselbieter Arbeitskreise.

Patrik Birrer vom Vorstand BIO NWCH kümmert sich um das Pro Vieh Projekt in unserem Vereinsgebiet.

Aktuelle Informationen zu den Anlässen sowie zu den weiteren Stallvisiten im neuen Jahr findet man unter folgenden Links:

www.bioaktuell.ch (unter „Agenda“)
www.bio-suisse.ch/de/provieh.php


Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion

Beim Projekt Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion (GMF) steht aktuell zur Diskussion, ob das Bundesprogramm Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion (GMF) für alle Knospe-Betriebe verbindlich werden soll?

Ein entsprechender Antrag der BIO NWCH an der Frühlings-Delegiertenversammlung 2014 von Bio Suisse wurde verschoben. Die Bio Suisse Gremien, die sich mit der Ausrichtung der Fütterungsstrategie befassen, wurden beauftragt, die Basis aktiv in den Entscheidungsprozess einzubeziehen.

Christian Butscher, Vorstandsmitglied Bio Suisse:
Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) meldete eine unerwartet hohe Beteiligung am Programm, was hohe Kosten verursacht. Die Kontrollen sind noch nicht in allen Kantonen abgeschlossen und somit genaue Zahlen noch nicht bekannt. Bio Suisse hat gemeinsam mit IP-Suisse und Mutterkuh Schweiz eine Eingabe ans BLW gemacht mit folgendem Vorschlag: Basisbeitrag 200 Franken pro Hektare für Betriebe, die mindestens einen Grasanteil von 75 % einsetzen und 400 Franken für einen Grasanteil von über 85%. Tal und Berg gleich. Die Finanzierung dürfte schwierig sein, zumal der Bund ein Sparprogramm einleitet. Eine neue Regelung ist vor 2018 nicht möglich. „Das BLW will genau wissen, was der Zusatznutzen unseres Vorschlags für die graslandbasierte Fütterung ist“, erklärt der Zuständige für das Ressort Qualität.

Am 30.10.2015 organisierte Bio Suisse einen Workshop zur Wiederkäuerfütterung. Die Teilnehmer befürworteten grossmehrheitlich eine Änderung. Die Richtung ist noch offen. Es wurden drei mögliche Wege skizziert:
1.) Reduktion Kraftfutter
2.) Grasanteil festlegen
oder 3.) Festlegen von einem hofeigenen Futteranteil von 95 Prozent.

Urs Brändli, Präsident Bio Suisse: „Wir gehen davon aus, dass wir der Delegiertenversammlung im Frühling 2016 einen Richtlinienantrag vorlegen werden.“